Mut, der
verbindet
Modellprojekt
Peer-Beratung im Kontext psychischer Erkrankung in der Jugendhilfe
Das Peer-Projekt steht für Partizipation & Empowerment junger Menschen in der Jugendhilfe. Ziel des Projekts ist es, das international bewährte Konzept der Peer-Beratung in die stationäre Jugendhilfe zu übertragen. Junge Menschen mit eigenen Krisenerfahrungen werden dabei zu aktiven Gestalter*innen von Unterstützung und Veränderung.
Was bedeutet eigentlich „Peer-Beratung“?
Peers sind Menschen, die ähnliche Lebenserfahrungen teilen. In unserem Projekt sind das Jugendliche und junge Erwachsene mit stationärer Jugendhilfeerfahrung, die eigene Krisen erlebt haben. Diese werden zu Peer-Berater*innen – MutMates – qualifiziert, um andere junge Menschen beraten zu können. Peer-Beratung bietet in der Jugendhilfe niedrigschwellige Unterstützung auf Augenhöhe.
Dein Weg ins Projekt
Für Helfende & Hilfesuchende
BERATUNG VON & FÜR
JUNGE MENSCHEN:
Junge Menschen finden durch das Projekt Beratung auf Augenhöhe. Und jene, die Krisen bereits gemeistert haben, teilen als ausgebildete MutMates ihre Erfahrungen und machen anderen aktiv Mut.
Du möchtest selbst andere junge Menschen beraten? – Werde MutMate!
MutMates sind junge Menschen aus Wohngruppen sowie Careleaver. Sie sind Expert*innen aus Erfahrung, denn sie bringen eigene Krisenerfahrung mit. MutMates nehmen im Projekt an einem Training teil und können dann andere junge Menschen in der Jugendhilfe beraten.
Du suchst jemanden, der dich wirklich versteht? – Finde Unterstützung durch einen MutMate!
MutMates können dich gut verstehen, denn sie kennen ganz ähnliche Situationen und haben ähnliche Erfahrungen gemacht. MutMates hören dir zur, nehmen sich Zeit und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was dir neuen Mut macht.
Mut weitergeben
Hilfe finden
Für Jugendhilfeträger
WISSENSCHAFT & PRAXIS-TRANSFER
Wenn aus der Theorie Praxis wird:
Das innovative Modellprojekt bringt das bewährte Konzept der Peer-Beratung in die stationäre Jugendhilfe.
Junge Menschen mit eigener Erfahrung psychischer Erkrankung werden qualifiziert, um andere Betroffene auf Augenhöhe unterstützen zu können. Ihre persönliche Erfahrung wird dabei nicht als Defizit verstanden, sondern als wertvolle Ressource.
Das Peer-Projekt trägt aktiv zur Sensibilisierung für psychische Gesundheit und zum Abbau von Stigmatisierung bei. Es lädt Fachkräfte und junge Menschen ein, Jugendhilfe gemeinsam zu gestalten.
Das Projekt wird durch die EU kofinanziert und durch die Sächsische Aufbaubank und das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen einer Modellprojektförderung unterstützt. Konzipiert und wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Dualen Hochschule Sachsen am Standort Breitenbrunn.
Innovativer Ansatz in der Jugendhilfe
Wissenschaftliche Begleitung durch die DHSN
So läuft das
Projekt ab
Die Projektbausteine bilden ein Schutzkonzept und gewährleisten eine sorgfältige Vorbereitung und kontinuierliche Begleitung der jungen Menschen über den gesamten Projektverlauf.
Phase 01
Weiterbildung der Mentor*innen
Sozialpädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfeeinrichtungen nehmen an der Weiterbildung „Mentoring im Peer-Projekt – begleiten, empowern, gemeinsam Veränderung gestalten“ teil. Organisiert wird die Weiterbildung durch das Projektteam der DHSN.
Phase 02
Ausbildung der MutMates
Junge Menschen, die als MutMates aktiv werden möchten, bereiten sich in Workshops intensiv auf ihre Rolle vor. Inhalte sind unter anderem Gesprächsführung, Selbstfürsorge, Abgrenzung sowie Grundlagen zu psychischer Gesundheit.
Phase 03
Peer-Beratung in den Wohngruppen
In den teilnehmenden Wohngruppen wird Peer-Beratung als neues, niedrigschwelliges Angebot etabliert. Die aktiven Peers werden doppelt begleitet: durch ihre Mentor*innen vor Ort sowie durch regelmäßige Peer-Treffen zum Austausch und zur Reflexion.
deine Ansprechpartner*innen
Wir organisieren das Peer-Projekt – kontaktiere uns gern!
Annegret Jansen
Peggy Lang
Telefon: +49 37756 70380
peggy.lang@dhsn.de
Eine Jugendhilfe, in der psychische Erkrankung kein Tabu mehr ist – und in der niemand allein durch eine Krise gehen muss. Wo eigene Erfahrung zählt und zur Ressource für andere wird.